Genetische Prävalenz

Jeder, der seinen Cane Corso zur Zucht zulassen möchte, sollte sich zuvor intensiv mit den Eigenschaften und Anlagen der Rasse sowie mit den individuellen Eigenschaften seines Hundes beschäftigen:
-Wird dieser Hund die Qualität der Rasse verbessern oder zumindest aufrechterhalten?
-Entspricht er gemäss seinen Anlagen und/oder seinem Erscheinungsbild dem besten Teil der Rasse?

Der Phänotyp
-Der Phänotyp des Individuums
-Der Phänotyp seiner Elterntiere
-Der Phänotyp seiner Voll-und Halbgeschwister
-Der Phänotyp seiner Nachkommen

Al Beispiel: aus den hier angehängten Fotos kann man gut die breite U-förmige zum Teil vorgeschobene Unterkiefer erkennen, auch wenn die Gründe verschiedener Art sein können, kann man davon ausgehen dass ein übermässiger Vorbiss dafür verantwortlich ist.
Fazit; tritt diese Anlage bei einem Elterntier, Voll- und Halbgeschwister und seiner Nachkommen auf, spricht man von genetische Prävalenz oder dominante Gene.
Ist man der Meinung, aufgrund einiger positiven Resultate bei nationalen Expos erhalten zu haben und oder auch einer Zuchtzulassung, ein solches Exemplar bedingungslos in die Zucht nehmen zu können, womöglich auch mit einem Exemplar zu paaren der dieselben negativen Eigenschaften aufweist, kann das Resultat mit ziemlicher Sicherheit nicht optimal sein.
Somit sind die oben gestellten Fragen wohl beantwortet.
Leider sind die heutigen Expos und zum Teil auch deren Richter nicht mehr das was sie sein sollten, nämlich zum Schutze und Reinhaltung der Rassen und eine Hilfe zur Richtungsweisende Selektion. Stattdessen folgen sie den Modeerscheinungen und dem Business.