FCI-Standard

Cane Corso (Italiano)
                              

URSPRUNG : Italien.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN
OFFIZIELLEN STANDARDS : 17. 12. 2015. FCI-Standard Nr. 343.  Offizielle Sprache ist Englisch


(Von FCI wurde leider nur eine kleine Zusammenfassung des detaillierten Morsiani Standard übernommen.)

VERWENDUNG : Wach-, Schutz-, Polizei-, und Fährtenhund.

KLASSIFIKATION FCI:
Gruppe 2        Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde.
Sektion 2.1     Molosser, Doggenartige Hunde. Mit Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Der Cane Corso ist ein direkter Nachkomme der römischen Molosser. Früher überall in Italien vorhanden, war er in den letzten Jahren nur noch in Apulien und in den angrenzenden süditalienischen Provinzen vertreten. Sein Name leitet sich vom lateinischen « cohors » ab, was « Hüter,Verteidiger von Haus und Hof » bedeutet.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Mittelgrosser bis grosser Hund, rüstig, kräftig gebaut, dennoch elegant. Seine klaren Umrisslinien stellen seine mächtigen Muskeln plastisch dar.

WICHTIGE PROPORTIONEN: Der Hund ist im Rechteck eingetragen , er ist etwas länger als hoch. (11% länger als hoch) Die Länge des Kopfes erreicht 36% der Widerristhöhe.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Wächter von Haus und Hof, der Familie und der Viehherde; in der Vergangenheit wurde er zur Bewachung der Rinderherden und auch zur Grosswildjagd verwendet.

KOPF: Breiter, typisch molossoider Kopf; die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang sind leicht konvergierend. Ohne offensichtliche Falten  >> PDF

OBERKOPF :
Schädel: Breit; auf Höhe der Jochbogen, seine Breite ist gleich wie seine Länge. Die konvexe vordere Schädelpartie wird von der Stirne zum Hinterhaupt hin bedeutend flacher. Die mittlere Stirnfurche ist zu erkennen, diese entspringt vom Stop, bis etwa zur Mitte des Schädels.

Stopp: Ausgeprägt mit deutlich sichtbaren Stirnhöhlen

GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm: Schwarz, man akzeptiert bei einer grauen Maske einen Nasenschwamm in der gleichen Tonfarbe. Geräumig mit weiten, gut geöffneten Nasenlöchern. Er ist in der Linie des Nasenrückens gelegen.

Fang: Wesentlich kürzer als der Schädel, in einem Verhältnis von ungefähr 1:2; er ist kräftig, quadratisch und ebenso breit wie lang; seine Vorderfront ist flach; die Seitenflächen des Fangs verlaufen parallel. Von der Seite gesehen ist er tief und der Nasenrücken gerade. >> PDF

Lefzen: Die Oberlefzen, von vorn betrachtet, bestimmen ein umgekehrtes U; von der Seite betrachtet ist sie mässig überhängend und bedeckt den Unterkiefer, bestimmen somit die die untere Begrenzungslinie des Fangs.

Kiefer / Zähne: Kiefer sehr breit, dick, mit gebogenen Kieferästen. Leichter Vorbiss bis maximal 5 mm. Zangengebiss zulässig, aber nicht erwünscht.  >> PDF

Backen: Die Kaumuskeln-Region ist voll und klar, aber nicht hervortretend.

Augen: Mittelgross, nähern sich der ovalen Form, gut voneinander entfernt, nahezu Subfrontal positioniert, leicht vorstehend aber nie in übertriebener Art und Weise. Die Augenlider sind gut am Augapfel anliegend. Die Farbe der Iris ist so dunkel wie möglich, aber in Harmonie mit der Farbe des Haarkleides. Der Ausdruck ist lebhaft und aufmerksam.

Ohren: Dreieckig, hängend, mit einem breiten Ansatz hoch oberhalb der Jochbogen. die Ohren sind intakt.

Hals : Kräftig, bemuskelt, gleich lang wie der Kopf.

KÖRPER: Die Länge des Körpers übertrifft leicht die Widerristhöhe. Er ist kräftig gebaut, aber nicht untersetzt.

Widerrist: Ausgeprägt, höher gelegen als die Kruppe.

Rücken: Geradlinig, stark bemuskelt und straff.

Lenden : Kurz und fest.

Kruppe: Lang und breit, leicht abfallend.

Brust: Die Brust ist in den drei Dimensionen gut entwickelt und reicht bis zu den Ellenbogen.

RUTE: Intakt ziemlich hoch angesetzt, an der Wurzel sehr dick. In der Bewegung wird die Rute hoch getragen, aber niemals aufrecht oder geringelt.

GLIEDMASSEN:
Vorderhand :

Schulter: Lang, schräg, stark bemuskelt.

Oberarm: Kräftig.

Unterarm : Gerade, sehr kräftig.

Vorderfusswurzelgelenk und Vordermittelfuss : Elastisch.

Vorderpfoten : Katzenpfoten.

HINTERHAND :
Oberschenkel: Lang, breit, hinterwärts konvex.

Unterschenkel: Kräftig, nicht fleischig.

Sprunggelenk: Straff, mässig gewinkelt.

Hintermittelfuss : Breit, Trocken.

Hinterpfoten : Etwas weniger kompakt als die Vorderpfoten.

GANGWERK: Schritt bodenweit; Trab ausgreifend; der Trab bleibt die bevorzugte Bewegungsart.

HAUT : Ziemlich dick, am Unterhautbindegewebe gut anhaftend.

HAARKLEID:
Haar: Kurz, glänzend, sehr dicht, mit dünner Unterwolle aus glasigen Beschaffenheit.
Farbe: Schwarz, bleigrau, schiefergrau, hellgrau, hell falbfarben; Hirschrot, dunkel falbfarben; gestromt (Streifen auf verschieden nuancierter falbfarbener oder grauer Grundfarbe); Falbfarbene und gestromte Hunde haben eine schwarze oder graue Maske, die sich auf den Fang beschränkt und nicht weiter als die Augenlinie reichen darf. Ein kleiner weisser Fleck auf der Brust, an der Spitze der Pfoten und auf dem Nasenrücken wird akzeptiert.

grau

fulvo

tigrato

 

GRÖSSE UND GEWICHT :

Widerristhöhe :
Für Rüden                  von 64 bis 68 cm,
Für Hündinnen           von 60 bis 64 cm.
Toleranz                     +/- 2 cm.

Gewicht :
Für Rüden                  45 bis 50 kg,
Für Hündinnen           40 bis 45 kg.
In Bezug auf die Grösse.

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit, das Wohlbefinden des Hundes und der Fähigkeit seine traditionellen Arbeit zu verrichten zu beachten ist.

SCHWERE FEHLER :

  • Parallelismus oder ausgesprochene Konvergenz der oberen Begrenzungslinien von
    Schädel und Fang; Seitenflächen des Fangs konvergierend.
  • Nasenschwamm teilweise depigmentiert.
  • Scherengebiss; Vorbiss über 5mm.
  • Aufrecht getragene oder geringelte Rute.
  • Beim Traben beständig im Passgang.
  • Ober- oder Untergrösse.
  • Das Vorhandensein von Wolfskrallen

DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:

  • Aggressive oder ängstliche Hunde
  • Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstőrungen aufweisen, műssen disqualifiziert werden.
  • Divergenz der oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang.
  • Total depigmentierter Nasenschwamm.
  • Nasenrücken eingesunken oder Ramsnase.
  • Rückbiss.
  • Partielle oder komplette Depigmentierung der Augenlider; Glasauge; Schielen.
  • Rutenlosigkeit; Stummelrute.
  • Haar halb lang oder ganz kurz; Haarkleid befedert.
  • Alle im Standard nicht beschriebenen Farben; ausgedehnte weisse Flecken. 

N.B.

  • Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
  • Zur Zucht dürfen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

 

proportions

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